Spargel - Die Speise der Götter

Heilmittel und Wohlgeschmack in einem


Echnaton und seine Gemahlin Nofretete ernannten den Spargel vor 5.000 Jahren zur „Götterspeise“, doch auch in den römischen Vorratskammern durfte die Medizin zur Herzstärkung und Blutreinigung nicht fehlen. Doch während die Ägypter, Griechen und Römer mit dem vitaminreichen Gemüse (Vitamin C, Vitamin E und Betakarotin) als Heilpflanze schon bestens vertraut waren, erreichte das weiß-violette Gemüse erst im 13. Jahrhundert auf den Schiffen der Kreuzritter Mitteleuropa.


Vorerst wurden die Spargelsamen für den Arzeneimittelbedarf angebaut. Erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts standen die ersten Spagelbeete im „Stuttgarter Lustgarten“ und es dauerte noch fast 100 Jahre bis die ersten Anbaugebiete um Berlin entstanden. Doch handelte es sich um Grünspargel.


Im 19. Jahrhundert war die Heilwirkung des Spargels dann urkundlich. So war der Spargel im amtlichen Arzneibuch vermerkt und musste in der Apotheke vorrätig sein.


Der bereits in Norddeutschland beliebte Bleichspargel setze sich dann auch in den Anbaugebieten um Berlin durch und hat nun auch als Tempelfelder Spargel seit Langem seine Heimat (wieder)-gefunden.